Mojo Club

A night at the mojo club

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Reeperbahn 1, mit dem Mojo Club hat Hamburg hat seit drei Monaten wieder eine wirklich coole Location. Gestern zum Tanz in den Mai hab ich es endlich geschafft auch mal Gast zu sein. Die Erwartungen sind natürlich immer umso höher, desto mehr man vorab hört. Und ich muss sagen: ich war lange in keinem Club mehr, der sich sofort gut angefühlt hat. Der Sound ist super. Über die Empore hat man bequem einen Blick auf die Bühne. Die Bars passen sich ebenso wie das Mischpult sanft in das Gesamtkonzept ein. Und die Bühne nimmt ebenso viel Platz, wie die Tanzfläche ein. Ein Club, wie er sonst wohl nur in New York zu finden ist. Ein wenig dunkel, was es aber stimmig macht. Ich mag den Mojo Club.

Live dabei waren gestern Abend The Sweet Vandals eine wirklich groovende Funkband aus Madrid, von der ich gerne mehr live hören würde. Mit After All haben sie ihr viertes Album herausgebracht. Da ich es mal wieder nicht schaffe ein Video zu verlinken geht es hier zu meiner ersten musikalischen Empfehlung im Mai.

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Mojo is coming home

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Foto: http://www.ndr.de

„Eine Legende ist zurück“, schrieb u.a. der NDR.

„Geplant, lang ersehnt und immer wieder verschoben,“ hörte man von anderen. Ich selber wartet seit Jahren gespannt und lauschte mit wachsender Begeisterung jedem Gerücht.

Denn als ich vor knapp 8 Jahren nach Hamburg kam, hatte der so legendäre Mojo Club im alten Mandarincasino am Anfang der Reeperbahn schon lange geschlossen. Nach Jahren mit Parties voller Soul, Funk und Acid Jazz. Damals als ich nach Berlin zum Studieren zog und noch dachte, es gibt nur diese Stadt, schwappte es beständig aus Hamburg herüber: „Auf der Reeperbahn, da feiert man echte Parties mit Soul!“ Doch damals dachte man „Klar, aber wir sind Berlin. Müsste der Club nicht zu uns kommen? Denn immerhin haben wir die Loveparade“. Wobei ich nicht zu den Ravern gehörte, sondern schon immer zu groovern. Ich sammelte fleissig Platten und CDs. Von den Kruder & Dorfmeister Mixen, bis zu Al Green, Aretha oder Sade. Wäre ich damals mal zu einer Mojo Party nach Hamburg gefahren. Doch als der Club 2003 seine Pforten schloss, hielt ich es erst wäre nur wieder eins dieser Gerüchte. Ich musste jedoch feststellen, dass mir nun außer Gerüchten von tollen Parties nichts geblieben war. So stand ich vor einem alten baufälligen Gebäude, in dem ab und zu noch Parties stattfanden, die aber natürlich nie an DIE Parties heranreichten. Ich hatte viel Spass bei den Konzerten im Mandarin Club und denke gern zurück an die schönen Abende. Großartig war z.B. das Soulounge Konzert während der WM! Wann schaut man erst gemeinsam im Club Fussball und feiert anschließend bis spät in die Nacht? Doch im Hintergrund hörte ich weiterhin leise „Du hättest damals dabei sein sollen.“

Und heute Abend soll es wieder losgehen. Ich hoffe, dass es wieder eine legendäre Location wird. Denn ich vermisse einen guten Club in der Stadt. Es wird ein so dichtes Gedränge an der Tür, dass ich meinen ersten Besuch ggf. verschieben muss.
Aber bis heute Abend werde ich mir ein paar Mojo Club Playlisten zusammenstellen, die alten Sampler aus dem Regal holen und gespannt schauen, wie die Stadt die Rückkehr einer Clublegende feiert.

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Foto:

  • http://www.mojo.de