Schnee

Wie der Winter alles anders macht

Wenn die Bahn zu spät kommt, muss das nicht unbedingt am Wetter liegen. Auch bei der Berliner S-Bahn sind plötzliche temperaturtechnische Unterschiede keine Begründung fürs Nichtfahren. Die Berliner machen doch eh immer alles anders. Öffentliche Verkehrsmittel richten sich nicht nach dem Wetter, sondern nach dem Fahrplan. Schön wär’s!
So bleibt zu beobachten, dass sich in den letzten Tagen Anrufen, SMS oder Tweets mit „zu spät“, „nicht geräumt“, „spiegelglatt“ oder „mehrere Zentimeter“ häuften. „Schnee“, „Winter“, „Weihnachtsmarkt“ oder „Kält“, gehören genauso in unseren Sprachgebrauch, wie „Tee“, „Café“ oder „Glühwein“. Letzterer gerne mit „jeder Menge“, „mit Schuss“ oder „auf ein Treffen“ kombiniert. Die hier verteilten Mengen an Heissgetränk, werden nur von der sportlichen Höchstleistung übertroffen, die Väter plötzlich beim Schlittenfahren mit den Kleinen vorzeigen.

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Ich persönlich mag diese letzten Tage im Jahr. Die Kälte draußen, die Gemütlichkeit drinnen. Das eine oder andere Weihnachtsgeschenk einpacken und jede Menge Stollen verputzen.
Die Verspätungen bei Bus und Bahn kenne ich durch meine Berlinzeit nicht anders. Ich denke ich würde mich wundern, wenn die Bahn wirklich mal pünktlich kommt.

So bin ich es auch gewesen, die Sonntags um acht Uhr aufsteht, um durch den frischen Schnee zu stapfen.
Ich finde es gibt nichts Schöneres als die kalte klare Luft im Winter! Und tut uns die erzwungene Entschleunigung nicht auch mal gut?

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